Aushandlungen von Weiblichkeit. Ordnungen des Wissens im medizinwissenschaftlichen Diskurs über Labiaplastik

Nachdem sich die Schönheitschirurgie bislang mit den sichtbaren Regionen des Körpers beschäftigt hat, betritt sie seit Beginn des neuen Jahrtausends das Feld des Intimen. Besonders beliebt sind dabei Labiaplastiken, umgangssprachlich auch „Schamlippenschönheitsoperationen“ genannt. Bei diesen Operationen wird das weibliche Genitale u.a. dem vorherrschenden Schönheitsideal angepasst, bei welchem die äußeren Labien die inneren umschließen sollen. Inzwischen haben sich zahlreiche Operationsmethoden entwickelt, die auf die ästhetischen und funktionellen Ansprüchen der Patientinnen eingehen. In meinem Vortrag stelle ich die Entwicklung dieses medizinisch wissenschaftlichen Wissens seit den 1970er Jahren bis heute dar. Dabei wird sichtbar, dass im Labiaplastikdiskurs nicht eine ästhetische Norm für den weiblichen Intimbereich verhandelt wird. Durch eine wissenssoziologische Diskursanalyse können u.a. Deutungsmuster zu Genitalbeschneidung oder Intersexualität aufgedeckt werden, die wiederum Rückschluss auf das jeweils vorherrschende Bild von Weiblichkeit ermöglichen.

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